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Sonne genießen ohne Reue

Es reicht schon ein heißer Tag im Bad für einen Sonnenbrand, wenn man sich nicht ausreichend schützt. Über alles Wissenswerte zum Schutz der Haut vor zu viel Sonne berichtet Mag. Dorothea Splichal. 

Sonnenschutz ist notwendig, um die Haut nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor vorzeitiger Alterung und der Bildung von Hautkrebs zu schützen. Die verschiedenen Wellenlängenbereiche des Sonnenlichtes haben unterschiedliche Wirkungen. Während sichtbares Licht kaum zu Hautschäden führt, ist die Ultraviolett-B-Strahlung (UVB) für die Vitamin-D-Bildung, verzögerte Hautpigmentierung (Bräunung) aber auch für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich. Bei zu starker Aussetzung kommt es zum Sonnenbrand. Die Ultraviolett A-Strahlung (UVA) führt zur sofortigen und auch verzögerten Pigmentierung (Bräunung). UVA dringt tiefer in die Haut ein und trägt entscheidende Verantwortung für die vorzeitige Lichtalterung (Faltenbildung etc.) und in hohen Dosen auch für die Entstehung von Hautkrebs. (Nota bene: In den Solarien kommen UVA-Strahler zum Einsatz.) Unter anderem gehören auch juckende Ausschläge mit kleinen Bläschen (Lichtdermatosen) und die Bildung von Pusteln und Knötchen (Mallorca-Akne) zu den durch ultraviolettes Licht bedingten Hautzellschädigungen. Folgen der Infrarot-Strahlung (IR) können im Zuge der Wärmeenergie die Erweiterung der Blutgefäße, die Erwärmung des Körpers und bei zu starker Aussetzung auch Sonnenstich oder Hitzeschlag sein. UVC-Strahlen kommen an der Erdoberfläche zurzeit noch so gut wie nicht vor, da sie von der Erdatmosphäre (vor allem von der Ozonschicht!) herausgefiltert werden.

WIE BESTIMME ICH MEINEN HAUTTYP?

Wie viel Sonne die Haut verträgt, lässt sich nicht allgemein ausdrücken, da dies von vielen Faktoren wie Hauttyp, Hautfarbe, Stärke und Länge der Sonnenbestrahlung und von der Körperstelle abhängig ist. So sind z.B. an die Sonne gewöhnte Körperpartien wie Gesicht oder Arme weniger gefährdet als beispielsweise Rücken oder die Oberschenkel. Jeder Mensch sollte seinen Hauttyp kennen und sich entsprechend verhalten. Bei der hellhäutigen Bevölkerung unterscheidet man vier Hauttypen. Die Zeit, nach der die ungeschützte Haut bei Sonnenbestrahlung mit einem Sonnenbrand reagiert, nennt man Eigenschutzzeit. Diese hängt vom Hauttyp, von der Vorbräunung und dem UV-Index (gibt Intensität der UV-Strahlung an) ab. In sonnenintensiven Ländern (z.B. Mittelmeerraum) verringert sich die Eigenschutzzeit um ein Drittel, an Orten mit extremer UV-Intensität (z.B. Karibik, Afrika, Äquatornähe) beträgt diese nur noch die Hälfte der gewohnten Eigenschutzzeit in Österreich. Wollen Sie sich länger in der Sonne aufhalten als es der Eigenschutzzeit entspricht, sollten Sie unbedingt Sonnenschutzprodukte verwenden, um Hautschäden zu vermeiden. Der Intensität der UV-Strahlung in unseren Breiten im Sommer entspricht in etwa ein UV-Index von 8. Bei Aufenthalt am Wasser oder auf den Bergen kann die UV-Strahlung jedoch viel größer sein.
 
WIE KANN ICH EINEM SONNENBRAND UND ANDEREN HAUTSCHÄDEN VORBEUGEN?
 
  • Der sicherste Sonnenschutz ist nach wie vor das Meiden der direkten Sonne. Wenn Sie aber nicht auf „modische“ Sonnenbräune verzichten wollen, sollten Sie sich in jedem Fall Zeit für eine langsame Gewöhnung der Haut mit dem für Sie geeigneten Sonnenschutzmittel hoher Qualität nehmen. Lassen Sie sich bezüglich der Sonnenschutzmittel in Ihrer Apotheke beraten, wo diese Ihrem Hauttyp und dem jeweiligen UV-Index angepasst werden. Der richtige Lichtschutzfaktor, der angibt, wievielmal länger Sie mit diesem Sonnenschutzmittel in der Sonne bleiben können als ohne Sonnenschutzfaktor, ist ausschlaggebend. Verwenden Sie lieber einen höheren Lichtschutzfaktor als einen zu niederen.
  • Tragen Sie das Sonnenschutzmittel 30-45 min großzügig vor dem Sonnenbad auf. Die Dauer des Sonnenbades muss dem Hauttyp und der Region angepasst werden. Jeden Tag darf dann das Sonnenbad etwas länger dauern. Zum Baden unbedingt wasserfeste Präparate verwenden, die nach dem Baden und Abtrocknen trotz Bezeichnung „wasserfest“ erneut aufgetragen werden sollten.
  • Vergessen Sie nicht auf Lippenschutz (Lippenpflegestifte mit UV-Schutz), Kopfbedeckung (Kappe, Sonnenhut) und geprüfte Sonnenbrille.
  • Meiden Sie die Mittagssonne (50 Prozent der UV-Tagesgesamtdosis werden zwischen 11 und 14 Uhr gemessen) und "sonnen" Sie sich besonders anfangs lieber im Schatten. (Auch im Schatten Lichtschutz verwenden!)
  • Setzen Sie Babys und kleine Kinder nie direkt und nie unbekleidet der Sonne aus (T-Shirt, Kopfbedeckung). In Ihrer Apotheke gibt es speziell auf die Kinderhaut abgestimmte Sonnenschutzmittel.
  • Achtung: Bei der Einnahme mancher Medikamente (z. B. bestimmter Antibiotika) sollte man auf das Sonnenbaden verzichten! Wir geben Ihnen gerne Auskunft.
  • Wichtig: Sowohl die Vorbräune aus dem Solarium als auch diverse Beta Carotin- Produkte (Beta-Carotin ist die Vorstufe von Vitamin A) bieten keinen Schutz vor Sonnenbrand! 
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