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Ernährung nach TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

Von Gabriele Mayerhofer

Gesundheit und Krankheit in der TCM 

Nach dem Konzept der TCM existiert in unserem Körper eine Lebensenergie, das so genannte Qi. Dieses Qi fließt in den Organen und an der Körperoberfläche, wodurch es sie nährt und deren Funktionen ermöglicht. Ist das Qi stark, ist unser Körper widerstandsfähig und gesund, ist zuwenig Qi vorhanden, wird die Funktion geschwächt und Krankheiten können in den Körper eindringen. 

Jeder Mensch kommt mit einer „bestimmten Menge an Qi" zur Welt, die im Prinzip seiner Konstitution entspricht. Im Laufe des Lebens wird dieses Qi durch gesunde Ernährung und über die Atemluft gestärkt.

Wie können Sie durch gesunde Ernährung Ihre Abwehrkräfte steigern?

Das Konzept der TCM sagt, dass Erkältungskrankheiten über die Haut in unseren Körper eindringen. Als Schutz davor haben wir das so genannte Abwehr-Qi, das „Wei-Qi". Es zirkuliert in der obersten Schichte der Haut und schützt uns vor Kälte, Wind und Feuchtigkeit. Ist zuwenig davon vorhanden, ist der Körper kälte- und windempfindlich, man fröstelt und friert leicht und hat vielleicht auch kalte Hände und Füße. Nach chinesischer Tradition werden alle Nahrungsmittel nach ihrer thermischen Wirkung auf den Körper unterschieden: „Kühlende" Nahrungsmittel besitzen Yin-Qi (z.B.: Gurken, Bananen, Zitrusfrüchte, Milch, Zucker…), „Wärmende" Nahrungsmittel Yang-Qi (z.B.: Rindfleisch, Ingwer, Bohnen, Nüsse…).

Der Körper kann „Wei-Qi" vor allem aus energetisch wärmenden Nahrungsmitteln produzieren, die Yang-Qi besitzen und deren Wirkung durch längeres kochen verstärkt wird. Sie sollten 2 - 3 mal täglich eine gekochte Mahlzeit essen, um Ihren Körper ausreichend mit Energie zu versorgen. Ideal zum Stärken des Wei-Qi sind lang gekochte Fleischund Fischsuppen sowie Eintöpfe mit Gemüse und Fleisch oder Bohnen.

Die Morgenmahlzeit sollte am üppigsten sein, weil morgens zwischen 7 und 9 Uhr die Verdauungskraft am größten ist, was bedeutet, dass zu dieser Zeit der Magen die zugeführte Nahrung am besten verdauen und somit den Körper mit viel Yang-Qi versorgen kann.

In der TCM wird die Verdauungsfunktion als „Verdauungsfeuer" bezeichnet. Diese wärmende Funktion der Verdauungsorgane ist leicht zu schwächen! Trinken Sie daher in der kühlen und kalten Jahreszeit viele warme und heiße Getränke: heißes Wasser, ungesüßte Kräutertees, zwischendurch auch Ingwertee usw.

Schränken Sie den Konsum von Milch und Milchprodukten ein, sowie Essen aus dem Tiefkühlfach und große Mengen an Rohkost und Zucker. Dies alles wirkt auf den Körper kühlend und schwächt die Zirkulation von Qi.

Nahrungsmittel, die das Yang-Qi aufbauen:

Getreide: Hirse, Polenta, Haferflocken (lange kochen und ausdünsten lassen, d. h. mindestens 20-30 Minuten; (je länger, desto mehr Qi), Vollkornreis

Hülsenfrüchte: rote Bohnen, Kichererbsen

Gemüse: Karotten, Erbsen, Süßkartoffel, Yamswurzel, alle Wurzelgemüse (Sellerie, gelbe Rüben, Pastinaken....), alle Kohlsorten, Lauch, Champignons, Austernpilze, Shiitakepilze

Fleisch/Fisch: Rind, Huhn, Lamm, Kaninchen (am besten als Suppe, Geschnetzeltes oder Faschiertes), Karpfen, Forelle, Barsch

Gewürze/Kräuter: alle frischen und getrockneten Küchenkräuter regelmäßig in kleinen Mengen; frischer Thymian, Majoran, Petersilie, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kümmel, Wacholder, Vanille, Zimt, Curcuma, Pfeffer, Chillie…

Getränke: heißes Wasser, Getreidekaffee, Kardamomtee, Tee aus Rosmarin/ Thymian/Bohnenkraut/ Salbei…, Misosuppe...

Sonstiges: Walnüsse, Pinienkerne, Haselnüsse, Mandeln, Sonnenblumenkerne (alle Nüsse auch geröstet), Trockenfrüchte (einweichen oder mitkochen).

Bevorzugen Sie diese Nahrungsmittel und kochen Sie daraus Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und Schmorgerichte! Gleich nach dem Prinzip von Oma`s Hühnersuppe, womit Sie vielleicht schon einmal Schnupfen und Halsschmerzen erfolgreich bekämpft haben. Aber warum erst warten, bis die Erkältung kommt?

Rezeptbeispiel für eine wärmende Morgenmahlzeit:

Hirsebrei mit Äpfel

1 Tasse Hirse in einem Sieb waschen und in 2 bis 3 Tassen heißem Wasser auf kleiner Flamme etwa 15 Min. köcheln (nicht umrühren, weil sie sonst bitter werden kann). Anschließend etwas Salz und ein wenig Butter dazugeben, umrühren und 5-10 Minuten ausdünsten lassen.

Haben Sie morgens zu wenig Zeit, können Sie die Hirse (oder auch alle anderen Getreide) schon am Abend vorbereiten.

  • in einer Bratpfanne etwas Butter oder Sesamöl erhitzen,
  • geschnittene Äpfel dazugeben und zugedeckt dünsten
  • etwas frischen Ingwer oder: Kardamom, Anis, Koriander
  • eine Prise Salz dazu
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • eine Messerspitze Kakao
  • zum Schluss die gekochte Hirse dazugeben und noch kurz mitbraten 
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